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Natürliche Belüftung Arbeitsstätten: Vorteile natürlicher Lüftungssysteme

Büroinnenraum mit natürlicher Belüftung
Elisabeth Winter
Autor
19.03.2024
Veröffentlicht

Natürliche Belüftung Arbeitsstätten: Wie funktioniert natürliche Belüftung?

Natürliche Belüftung basiert auf dem Prinzip des Austauschs von Innen- und Außenluft ohne den Einsatz mechanischer Systeme. Sie nutzt natürliche Antriebskräfte wie Winddruck und thermischen Auftrieb, um frische Luft in ein Gebäude zu leiten und verbrauchte Luft nach außen zu transportieren. Diese Belüftungsmethode ist nicht nur energieeffizient, sondern trägt auch zu einem gesunden und angenehmen Raumklima bei.

Natürliche Belüftung Arbeitsstätten

Winddruck und thermischer Auftrieb: Die Triebkräfte der natürlichen Belüftung

Winddruck entsteht, wenn Wind auf die Fassade eines Gebäudes trifft und einen Druckunterschied zwischen der windzugewandten Seite (Luv) und der windabgewandten Seite (Lee) erzeugt. Dieser Druckunterschied führt dazu, dass Luft durch Öffnungen in der Gebäudehülle, wie Fenster oder Lüftungsschlitze, in das Gebäude ein- und ausströmt.

Der thermische Auftrieb, oft auch als Kamineffekt bezeichnet, entsteht dadurch, dass warme Luft eine geringere Dichte als kühle Luft hat und daher aufsteigt. In Gebäuden führt dies dazu, dass warme Luft in höher gelegenen Bereichen aufsteigt und durch obere Öffnungen entweicht, während frische, kühlere Luft durch untere Öffnungen nachströmt.

Einflussfaktoren auf die Effektivität der natürlichen Belüftung

Die Effektivität der natürlichen Belüftung wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter die Architektur des Gebäudes, die Anordnung und Größe der Öffnungen, die Lage und Ausrichtung des Gebäudes in Bezug auf vorherrschende Windrichtungen. Um eine optimale Belüftung zu erreichen, müssen diese Faktoren bei der Planung und beim Betrieb von Gebäuden berücksichtigt werden.

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Natürliche Belüftung Arbeitsstätten: Manuell oder automatisch?

Die Entscheidung zwischen manueller und automatischer Belüftung in Arbeitsstätten ist mehr als nur eine Frage der Bequemlichkeit; sie betrifft die Luftqualität, Energieeffizienz und das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen. Natürliche Belüftung kann entweder manuell durch das Öffnen von Fenstern oder automatisch durch automatisierte Systeme erfolgen.

Manuelle versus automatische Belüftung

Die manuelle Lüftung durch das Öffnen von Fenstern ist eine direkte und intuitiv verständliche Methode, um frische Luft in Räume zu leiten. Das kurze, intensive Stoßlüften gilt hierbei als effektiv, um die Luftqualität schnell zu verbessern, ohne dabei die Räume übermäßig auszukühlen. Allerdings erfordert diese Methode kontinuierliche Aufmerksamkeit und kann bei schwer zugänglichen Fenstern oder für Personen mit eingeschränkter Mobilität zu einer Herausforderung werden. Zudem kann das Lüften im Winter zu Wärmeverlusten führen, was die Heizkosten unnötig steigert.

Bei der automatischen Lüftung hingegen werden Systeme eingesetzt, die gezielt und kontrolliert frische Außenluft in die Räume leiten, basierend auf vordefinierten Einstellungen oder aktuellem Bedarf, der von Sensoren erfasst wird. Sie können entweder reine Zuluft, Abluft oder eine Kombination aus beidem regeln, um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten. Ein wesentlicher Vorteil ist die Minimierung von Energieverlusten, da die Lüftung genau dann aktiviert wird, wenn es notwendig ist, und sich automatisch an die gegebenen Bedingungen anpasst.

Vorteile der automatischen Belüftung

Automatische Belüftungssysteme bieten eine verbesserte Hygiene und Luftqualität, indem sie kontinuierlich für einen Austausch mit frischer Außenluft sorgen. Sensoren für CO₂ und andere Luftqualitätsindikatoren ermöglichen eine bedarfsgerechte Steuerung des Luftaustauschs, was besonders in Räumen mit hoher Personenanzahl von Bedeutung ist. Natürliche Temperaturdifferenzen und Winddruck werden genutzt, um eine effektive Zirkulation ohne den Einsatz zusätzlicher Energie für Ventilatoren zu ermöglichen. Somit wird eine energieeffiziente Lösung bereitgestellt, die zugleich das Raumklima reguliert und die Gesundheit der Mitarbeiter:innen schützt.

Vergleich mit mechanischen Lüftungssystemen

Mechanische Lüftungssysteme benötigen elektrische Energie, um Luft zu bewegen, zu filtern und gegebenenfalls zu kühlen oder zu erwärmen. Obwohl diese Systeme eine präzise Kontrolle über Raumtemperatur und -feuchtigkeit ermöglichen, resultiert ihr Betrieb in einem erhöhten Energieverbrauch.

Zu den Hauptbestandteilen solcher Systeme gehören:

  • Zu- und Abluftventilatoren: Sie sorgen für die Bewegung der Luftströme, sei es in modular aufgebauten oder in kompakten Lüftungsanlagen.
  • Ventilationskanäle: Durch diese Kanäle wird der Luftstrom innerhalb des Systems geleitet.
  • Luftfilter: Diese Filter reinigen die Luft von Verunreinigungen wie Staubpartikel oder Pollen.
  • Ionisatoren und Luftbefeuchter: Sie verbessern die Qualität der zugeführten Luft, bevor sie in die Räume gelangt.
  • Wärmetauscher: Ermöglicht die Wärmerückgewinnung von abgeführter Luft und die Vorwärmung der zugeführten Frischluft.
  • Kanalheizungen und -kühler: Diese Geräte bereiten die Luft temperaturmäßig für die Zuführung in Innenräume vor.
  • Schalldämpfung: Sie verringert den Geräuschpegel der Lüftungsanlage.

Die Effizienz mechanischer Systeme kann durch den Einsatz von Wärmerückgewinnungstechnologien verbessert werden, dennoch bleibt die natürliche Belüftung die energieeffizienteste Methode, solange die äußeren Bedingungen dies zulassen. Hier finden Sie mehr zum Thema: Lüftungssysteme im Vergleich.

Mechanische Lüftungsanlage

Natürliche Belüftung Arbeitsstätten: Eine energieeffiziente und nachhaltige Lösung

Natürliche Belüftungssysteme minimieren den Einsatz von Energie für die Klimatisierung von Räumen. Im Sommer ermöglichen sie durch die Nutzung kühlerer Nachtluft eine natürliche Senkung der Innentemperaturen, wodurch die Abhängigkeit von Klimaanlagen und damit der Energieverbrauch für Kühlung reduziert wird. Die nächtliche Belüftung ist besonders effektiv in Gebieten mit kühlen Nächten.

Im Winter tragen natürliche Belüftungssysteme zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit bei, indem sie für einen kontinuierlichen Luftaustausch sorgen. Eine angemessene Feuchtigkeitskontrolle ist essenziell, um Kondensation und potenzielle Schimmelbildung zu verhindern, was wiederum die Notwendigkeit für zusätzliche Heizleistungen minimiert und somit Energieeinsparungen ermöglicht.

„Natürliche Belüftung Arbeitsstätten“ mit KLASSENBESTER: Ein Überblick über die Technologie

Im Herzen des KLASSENBESTER-Systems befinden sich Sensoren, die konstant eine Vielzahl von Umgebungsparametern erfassen. Darunter die CO₂-Konzentration, Luftfeuchtigkeit, Raum- sowie Außentemperatur und die Windverhältnisse. Die gewonnenen Daten dienen als Grundlage für das System, um Entscheidungen über das Öffnen oder Schließen von Fenstern und Lüftungselementen zu treffen. Durch diese fortlaufende Analyse gewährleistet KLASSENBESTER eine konstant optimale Belüftung, die spezifisch auf die momentanen Bedürfnisse der Nutzer und die äußeren Bedingungen abgestimmt ist.

Die automatisierte Steuerung berücksichtigt dabei nicht nur den Aspekt der Luftqualität, sondern integriert auch Berechnungen zur Energieeffizienz. Die Vermeidung von Zugluft und die Anpassung an wechselnde Wetterbedingungen sind ebenso Teil der Systemlogik, um ein stets angenehmes Raumklima ohne unnötigen Energieverbrauch zu sichern.

Natürliche Lüftung optimiert durch präzise Steuerung

KLASSENBESTER regelt die natürliche Belüftung vollautomatisch und sorgt somit für eine kontinuierliche Erneuerung der Raumluft. Für den Nutzer ergibt sich daraus ein maximaler Komfort: Die Fenster werden automatisch auf den exakt berechneten Öffnungswinkel eingestellt, um einen optimalen Luftaustausch zu gewährleisten, ohne dass manuell eingegriffen werden muss.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema: Natürliche Lüftung mit dem System KLASSENBESTER.

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